Gut zu wissen

Krampfartige Unterleibsschmerzen im Bauch- und Beckenbereich, Kopf- und Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Stimmungsschwankungen: Für sehr viele Frauen sind die Tage kaum auszuhalten. Die Schmerzen beeinträchtigen ihren Alltag und schränken sie in der Freizeit, bei der Arbeit oder beim Ausgehen ein. Und das Monat für Monat.

Medizinisch spricht man bei Monatsblutungen, die mit Krämpfen und Schmerzen verbunden sind, von Dysmenorrhoe. Ärzte unterscheiden zwischen der primären und sekundären Dysmenorrhoe.
 

Primäre Dysmenorrhoe

Bei der primären Dysmenorrhoe löst die Menstruation selbst die Beschwerden aus. Sie beginnt häufig mit der ersten Regelblutung in der Pubertät (Menarche), sie kann sich aber auch erst später manifestieren, und kann je nachdem bis zum Ende der Fruchtbarkeit (Menopause) andauern. In diesem Fall kann Tamia in Selbstmedikation für die Behandlung der Schmerzen eingesetzt werden.

Meist trifft in Bezug auf die Beschwerden Folgendes zu:
  • Häufigkeit: monatlich oder gelegentlich
  • Beginn: meist mit Einsetzen der Blutung, je nachdem bereits 1–2 Tage vorher
  • Dauer: 8–72 Stunden
  • Intensität: von Frau zu Frau und Mal zu Mal unterschiedlich
  • Symptome: krampf- oder kolikartige Unterleibsschmerzen im Bauch- und Beckenbereich, die meist in Wellen kommen und gehen
  • Begleiterscheinungen: Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Unwohlsein (Übelkeit, Erbrechen), Schwindel, Stimmungsschwankungen, etc.

Jede Frau erlebt die Beschwerden anders und sie können sich allenfalls im Laufe der Jahre verändern. So können sie beispielsweise nach der Geburt des ersten Kindes zurückgehen und mit zunehmendem Alter abnehmen.
 

Sekundäre Dysmenorrhoe

Bei der sekundären Dysmenorrhoe beruhen die Schmerzen auf einer Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane und können verschiedene Ursachen haben. Ist dies der Fall, empfiehlt sich vor einer Selbstbehandlung zuerst ein Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.
 

Wie Menstruationsschmerzen entstehen

Menstruationsschmerzen entstehen durch die hormonellen Veränderungen während der Monatsblutung. So bildet der Körper Prostaglandine, sogenannte körpereigene Schmerzbotenstoffe. Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht und die Schleimhaut mit dem Blut ausgeschieden wird. Frauen mit Regelschmerzen bilden vermehrt solche Botenstoffe, was zu unangenehmen Krämpfen und anderen Begleiterscheinungen führen kann.